Heuwusler Rosenheim News

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Unser Sorgenfellchen Koriander

AllgemeinPosted by Gabriele Riehm Sun, March 25, 2018 13:01:58
Dem einen oder anderen wird sicher aufgefallen sein, dass unser kleiner Kastrat Koriander seit geraumer Zeit auf „derzeit nicht zur Vermittlung“ steht. Warum das so ist, möchten wir euch jetzt erklären.



Koriander ist seit einiger Zeit auf unserer Pflegestelle und es ging ihm immer gut. Er ist immer an erster Stelle, wenn es ums Futter geht oder wenn es etwas Neues zu entdecken gibt.

Beim Checkup Ende Januar fiel dann auf, dass er in kurzer Zeit viel an Gewicht verloren hat und auch ein tränendes Auge hat. Somit stand ein ausführlicher, großer Check beim Tierarzt an.

Er wurde geröngt, die Zähne wurden gecheckt und er wurde ausführlich abgehört, da die Nase auch verstopft schien. Beim Röntgen wurde ein leichter Schatten auf der Lunge entdeckt, ansonsten wurde aber primär nichts Auffälliges entdeckt.

Da man von einem banalen Schnupfen ausging, bekam er ein Antibiotikum und ein Schmerzmittel.

Leider wurde sein Zustand auch nach 10 Tagen Antibiotikum nicht merklich besser, auch sein Gewicht ging nicht wieder nach oben, so dass wir sein Blut untersuchen ließen, da wir vermuteten, dass der Schnupfen nur ein Nebensymptom ist und nicht die eigentliche Ursache.

Wir sollten auch Recht behalten. Koriander hat eine massive Schilddrüsenüberfunktion. Beim Meerschweinchen sollte der Wert maximal bei 2,8 liegen. Koriander hatte einen Wert von 10,1. Somit bekommt er nun Schilddrüsenmedikamente, die er aber ein Leben lang benötigen wird.

Koriander ist allerdings, wie viele Meerschweinchen, sehr kreativ, was eine Medikamenteneinnahme betrifft. Selbst mit den bessten Leckereien nahm er die ersten Tabletten, die uns der Tierarzt verordnete, nicht an. Er leckte nur kurz daran und spuckte sie dann wieder aus. Er fand immer einen Weg, sie loszuwerden. Da diese Hormontabletten nicht aufgelöst oder zerkleinert werden dürfen, standen wir wieder vor dem Problem, wie wir Koriander helfen können.

Unsere Tierärztin war auch erst ratlos und konnte aber dann doch, nach Rücksprache mit zwei weiteren Tierärzten, das Medikament in flüssiger Form bestellen. Aktuell bekommt er das Medikament jeden Tag zur gleichen Zeit und darf danach noch ganz viel Päppelbrei schlecken.

Wir hoffen, dass es Koriander bald besser geht und er doch wieder in die Vermittlung gehen kann. Allerdings muss dem zukünftigen Halter klar sein, dass Koriander sein Leben lang mit Medikamenten versorgt werden muss. Eine Schilddrüsenüberfunktion ist eine chronische Erkrankung und kann leider nicht geheilt werden. Somit wird Koriander vermutlich eher als Gnadenbrotschweinchen bei der Pflegestelle bleiben.

Wenn ihr Koriander helfen wollt, könnt ihr gerne eine kleine Spende an unser Heuwuslerkonto überweisen, mit dem Betreff Sorgenfellchen Koriander.

Wir sind für jede Unterstützung dankbar!





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